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NRZ Xanten vom 21.05.2002

In 80 Tagen um die Welt

TREFFEN/Domstadt wurde zu Entenhausen. Zahlreiche 2CV-Fans versammelten sich mit ihren Mobilen vor dem APX.

von Doris Gerland

XANTEN. Der kleine Citroen ist nicht nur ein einfacher PKW. Er ist ein Bastelauto, ein Reiseauto, ein originelles Auto und nicht zuletzt auch noch eine Lebenseinstellung. Am Wochenende trafen sich zahlreiche 2CV-Besitzer vor dem Xantener APX zum traditionellen "Ententreffen", organisiert vom Citroen-Club-Rhein-Ruhr (CCRR). Schon das Schild am Eingang des großen Campingplatzes machte den Besucher gleich klar, wo sie gelandet waren: in "Entenhausen". Über 210 Citroens parkten am Wochenende auf der Wiese, fast ausschliesslich Enten. Die 600 Entenfans waren aus ganz Deutschland und den Niederlanden angereist, um gemeinsam das 30-jährige Bestehen des CCRR zu feiern und ausserdem am alljährlichen Pfingsttreffen teilzunehmen. "Mit sovielen Besuchern haben wir nicht gerechnet", freute sich der CCRR-Vorsitzende Sven Hanck-Müller. Im Laufe des Samstag rollten die meisten Citroens auf den Platz. Darunter echte Schmuckstücke, mit Alpen-Panorama bemalt, voller weisser Punkte, mit Kuhfleckenmuster. Und natürlich immer ein bisschen umgebaut. "Schraubergespräche" nennt Dietmar Wolf das, was die Entenbesitzer am liebsten abends am gemütlichen Lagerfeuer führen. "Da wird dann jedes Gewinde analysiert, das man irgendwann mal neu eingesetzt hat." Der Vorteil der Ente sei eben, dass nur das Gestell fest montiert sei. Ansonsten ist der Phantasie eines Bastlers keine Grenze gesetzt (Ausser dem TÜV, Anmerkung der Düssel Ducks). Die Ente als Cabrio, als Mini-Van, als Lieferwagen oder mit Panoramafenster. Auch viele selbstgebaute Camping-Anhänger standen auf dem Platz, angeglichen an das typische Design der Ente. Die Teilnehmer des CCRR-Treffens kürten am Sonntagnachmittag den schönsten selbstgemachten Anhänger und belohnten den Besitzer mit einer Autozug-Freifahrt nach Italien. "Bunt gemischt", so Dietmar Wolf, seien die Entenbesitzer. "Da ist der Bankchef genauso dabei wie die alte Dame oder eine alternative Familie", sagt er. Und genau das wissen die zahlreichen Entenclub-Mitglieder zu schätzen. "Da trifft man immer interessierte Leute." Zum Beispiel Manfred aus aus Bremerhaven. Der hat mit seiner Ente "Difty" schon unzählige Kilometer zurückgelegt. Erst vor ein paar Jahren ist er zum zweiten Mal mit dem Auto in 80 Tagen um die Welt gefahren, nur einmal hat der Motor versagt und musste schliesslich ausgewechselt werden. "Mit einer Ente zu fahren, bedeutet zu reisen." Erst mit gemütlichen hundert Stundenkilometern könne man Gegenden richtig kennen und lieben lernen. "Die Ente ist Originalität und Freiheit gleichzeitig", ergänzt Dietmar Wolf. Am Sonntag boten die über 210 Citroens ein imposantes Bild in Xanten und Umgebung: Im Konvoi waren sie zur "sanften Tour" an Nord- und Südsee entlang aufgebrochen, über Marienbaum und Labbeck ging es zurück. Zwischendurch gab es noch eine kleine Aufgabe zu bewältigen: Beim Warndreieck-Wettaufbau zeigte sich, wer für evtentuelle Pannen am besten gerüstet ist. Anschliessend feierten alle Teilnehmer mit einer Kaffeetafel den Geburtstag des Clubs. Nächstes Jahr wir der Citroen-Club Rhein-Ruhr das 20-jährige Welttreffen-Jubiläum in Xanten feiern.

Difty siehe http://www.aroundworld.de, Anmerkung der Düssel Ducks.


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File-Datum: 20.06.2002 11:20
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